Sprechen wir über Botnetze

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Gefürchtet, Verborgen und doch allgegenwärtig – Heute soll es um Botnetze gehen, da aktuelle Entwicklungen mal wieder guten Anlass dazu geben. Unter anderem beschäftigen wir uns heute damit, was ein Botnetz überhaupt ist, wie es arbeitet und welches Ziel es verfolgt, aber auch, wie man sich als Nutzer am besten dagegen schützen kann.

Die meisten von euch haben es wahrscheinlich schon mitbekommen: Die Enttarnung des Botnetzes „Avalanche“ sorgt derzeit für Aufruhr unter den PC-Nutzern. Ermittlern gelang es nun, das Netzwerk gigantischen Ausmaßes zu enthüllen und unschädlich zu machen. Es sorgte für einen längeren Zeitraum dafür, dass Kriminelle die völlige Kontrolle über zehntausende PCs hatten und sie somit für Ihre Machenschaften nutzen konnten. Doch was ist ein Botnetz denn nun eigentlich? Zunächst lässt sich sagen, dass sich der Begriff „Bot“ von der englischen Bezeichnung für Roboter („robot“) ableitet. Das ist einleuchtend, denn beide handeln auf die gleiche Art autonom. Der Unterschied besteht nur darin, dass man den Roboter tatsächlich anfassen kann, den Bot allerdings nicht, da es sich bei einem Roboter um Hardware und bei einem Bot um Software handelt. In Kurzform: Ein Bot ist also eine Software, die autonom handelt, je nachdem wie sie programmiert wurde. Ist sie also erstmal als Schadprogramm auf einem Rechner eingeschleust worden, führt er die Befehle aus, die sein Entwickler ihm eingeimpft hat.

Doch gibt es überhaupt Möglichkeiten sich gegen so etwas aktiv zu schützen? Ja, die gibt es tatsächlich. Ein Spamfilter, der vor Mails mit gefährlichen Inhalten schützt, sorgt unter anderem auch dafür, dass Schadmails, die einen mit dem „Botnetzwerk-Virus“ infizieren gar nicht erst im Posteingang eintreffen. So kann man als Benutzer auch nicht versehentlich auf bösartige Links klicken. Ihr seht: Vorsorge ist meist die beste Medizin, um Cyber-Kriminellen nicht in die Karten zu spielen.